Nasenkorrektur

Neben der Riech- und Atmungsfunktion zieht man die Nase oft zur Einschätzung von Potenz-, Charakter- und ethnischen Merkmalen heran. Einen großen Stellenwert hat sie vor allem heutzutage als ästhetisches Maß. Wenn die Nase von Cleopatra kürzer gewesen wäre, dann wäre heute das Gesicht der gesamten Welt anders, so meinte es einst Blaise Pascale. Nasen, die deformiert sind beziehungsweise keineswegs in das Gesicht des Betroffenen passen, sei es angeboren oder ursächlich auf eine Verletzung zurückzuführen, sind oft der Grund für unangebrachte Bemerkungen oder Hänseleien. Diese werden nicht selten als Beleidigung empfunden. Nicht alle betreffenden Personen können diesen mehr oder minder hohen seelischen Druck permanent aushalten. In der Nasenchirurgie sind als Fehlstellungen die Sattelnase, die Höckernase, die Stupsnase, die Spaltnase und die Schiefnase bekannt.

Operationstechniken

In der Nasenschleimhaut werden über einige Schnitte die zu korrigierenden Knochen- und Knorpelabschnitte dargestellt, bearbeitet sowie neu geformt. Möglicherweise ist es nötig, bei eingesunkenen Nasenspitzen oder -rücken Knorpel zu transplantieren. Diesen gewinnt man aus dem Ohr oder überschüssigem Nasenknorpel. Selbst hier entstehen fast unsichtbare Narben. Beim Ohr sind keine Formveränderungen zu befürchten. Am Ende der Operation werden zum Erhalten der neuartigen Form spezielle Tapes oder Pflasterverbände sowie in vielen Fällen ein Nasengips beziehungsweise eine Nasenschiene angelegt, die der Patient bis zu 14 Tage trägt. Bei der geschlossenen Rhinoplastik wird also die Nasenkorrektur im Naseninneren vollzogen, während bei der offenen die Haut von Nasenspitze und Nasenflügel aufgeschnitten sowie abgehoben wird, damit man die Stellen besser erreicht, die zu korrigieren sind. Dabei entsteht am Nasensteg eine kleine Narbe, welcher unmittelbar zwischen den Nasenflügeln zu finden ist.

Erfolgsaussichten

Bei der entsprechenden Indikation und Anwendung werden im passenden Operationsverfahren an der Nase die Unschönheiten korrigiert, das Gesicht dadurch verfeinert und die gewöhnlichen Gesichtsproportionen wiederhergestellt. Erfahrungsgemäß ist zu sagen, dass die Betroffenen nach einer erfolgreichen Nasenoperation zu den glücklichsten Patienten dieses Fachgebiets gehören.

Nach der Nasenkorrektur

Damit im Operationsbereich eine übermäßige Schwellung vermieden wird, sollte man die ersten Tage in einer leicht sitzenden Position liegen und schlafen. Das Auflegen von feuchten und kühlen Kompressen ist über mehrere Tage erforderlich. Der Wundheilungsprozess mit dem Rückbilden der operationsbedingten Schwellung braucht zwischen zehn und 14 Tage. Allerdings liegt das definitive Ergebnis erst nach einigen Monaten vor. Je nach Rücksprache mit dem operierenden Arzt sollte man sich sechs Wochen nicht intensiv sportlich betätigen. Vor allem Druckerhöhungen im Gesichtsbereich, welche beim Tragen schwerer Gegenstände oder Bücken vorkommen, können das Zerreißen von kleineren Blutgefäßen mit nachfolgender Blutung auslösen. Ab dem vierten Tag ist es möglich, sich mit desinfizierenden Seifen zu duschen. Innerhalb der ersten drei postoperativen Wochen ist auf ein Vollbad zu verzichten. Auch die Saunabesuche sollte man während der ersten zwei Monate unterlassen. Für eine komplikationslose Heilung ist das Verzichten auf Nikotin und Alkohol innerhalb der ersten vier Wochen nach der Operation nötig.

Eingriffsspezifische Risiken

Bei diesen Eingriffen gelten als spezielle Risiken vorübergehende Gefühlsstörungen im Wundbereich, Nachblutungen mit Blutergüssen, Heilungsstörungen und Infektionen. Es besteht auch das Risiko von Unter- oder Überkorrekturen beziehungsweise Asymmetrien. Innerhalb der ersten Wochen nach der Operation kann es sein, dass es wegen der geschwollenen Nasenschleimhaut zur Einschränkung des Geruchsempfindens beziehungsweise eingeschränkten Atmung kommt.

Schreibe einen Kommentar